Beiträge und Ratschläge zum Gartenbau

Wenn es beim Anbau von Gemüse und Blumen oder von Sträuchern und Bäumen einmal nicht rund läuft, stehen wir Ihnen zur Seite. Wir helfen Ihnen gern mit fachlicher Beratung zur Gestaltung und Nutzung der Gartenflächen.

Ihr Ansprechpartner

Dr.-Ing. Maik Linnemann

Telefon: 01567 8445014
E-Mail: fachberatung@sonnigehoehe.de

Monatliche Ratgeber

In regelmäßigen Abständen veröffentlicht der Stadtverband Chemnitz der Kleingärtner e. V. sein Mitteilungsblatt. Darin sind wertvolle Hinweise und Ratschläge für den Gartenbau enthalten.

Das aktuelle Mitteilungsblatt finden Sie hier zum Download: 

Aktuelles Mitteilungsblatt Stadtverband

Informationen und wertvolle Ratschläge für die Arbeiten im aktuellen Monat finden Sie regelmäßig ganz bequem online im sächsischen Verbandsjournal „Unser Kleingarten“. 

Link zur Webseite: Unser Kleingarten – Monatliche Gartentipps


Beiträge aus dem Magazin "Gartenfreund"

Es gibt diesen besonderen Moment im Herbst: Die Gartensaison neigt sich dem Ende zu, und plötzlich sieht man überall Arbeit. Verblühte Stauden stehen herum, Äste vom letzten Schnitt liegen noch in der Ecke, und unter den Bäumen sammelt sich das Laub. Eigentlich müsste man jetzt einmal richtig aufräumen. Oder vielleicht doch nicht?

Denn was für das menschliche Auge nach liegen gebliebenen Gartenarbeiten aussieht, kann für die Natur genau das Richtige sein. Ein Stapel aus Ästen wird zum Versteck, ein Stück morsches Holz zum Lebensraum und ein Laubhaufen zum Winterquartier. Je genauer man hinschaut, desto mehr Leben findet sich in diesen vermeintlich unordentlichen Ecken.

Das ist ein Gedanke, an den wir uns beim Gärtnern erst einmal gewöhnen müssen, Schließlich haben viele von uns gelernt, dass ein guter Garten gepflegt aussieht, Gerade im Kleingarten bedeutet naturnahes Gärtnern aber nicht, den Garten sich selbst zu überlassen. Es bedeutet vielmehr, an manchen Stellen bewusst etwas für die Natur zu tun. Dazu gehört auch Wasser. Ein kleiner Teich kann aus einer ansonsten ganz gewöhnlichen Gartenecke einen besonderen Lebensraum machen. Libellen und Wasserinsekten lassen meist nicht lange auf sich warten, und mit etwas Glück finden sich auch Amphibien ein, wenn die Bedingungen stimmen. Und wer einmal eine Libelle über dem eigenen Teich beobachtet hat, versteht schnell, warum sich solche kleinen Biotope lohnen.

Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Auch im naturnahen Kleingarten gibt es Regeln. Nicht jedes Holz gehört in einen Totholzhaufen, nicht jeder Teich ist erlaubt, und manche Vorhaben sollten vor dem ersten Spatenstich mit dem Vereinsvorstand besprochen werden.

Was also ist ausdrücklich erwünscht und wo liegen die Grenzen? Genau diesen Fragen geht Bundesfachberater Thomas Kleinworth in dieser Ausgabe nach. Sein Beitrag zeigt, wie Totholz und Feuchtbiotope sinnvoll im Kleingarten eingesetzt werden können und worauf dabei zu achten ist. Vielleicht ist das ja ein guter Anlass, beim nächsten Rundgang durch die eigene Parzelle nicht nur nach dem zu suchen, was noch weg muss, sondern auch nach dem, was wo und wie bleiben darf.

Joschka Meyer
Fachberater des Landesbundes der Gartenfreunde in Hamburg
Quelle: Editorial Gartenfreund Nr. 10/2026

Kleingartenanlagen sind mehr als private Rückzugsorte. Sie sind Teil des öffentlichen Grüns und damit auch ein Stück gelebte Stadtgesellschaft. Genau deshalb ist es wichtig, sie offen zu halten – sichtbar, zugänglich und einladend für die Bevölkerung.

Wer durch eine Anlage geht, erlebt unmittelbar, was kleingärtnerische Nutzung bedeutet: Gemüseanbau, Pflege, Ordnung und Naturverbundenheit. Diese Einblicke schaffen Verständnis und sie stärken die Akzeptanz des Kleingartenwesens in Politik und Gesellschaft. Gerade in Zeiten knapper Flächen ist das ein entscheidender Punkt.

Eine zentrale Rolle spielt dabei die Gestaltung der Einfriedung. Niedrige, gepflegte Hecken ermöglichen den Blick in die Gärten, ohne die Privatsphäre vollständig aufzugeben. Diese Einsicht ist gewollt: Sie zeigt, dass hier aktiv gegärtnert wird und keine abgeschotteten Freizeitgrundstücke entstehen. Transparenz wird so zum besten Argument für den Erhalt der Anlagen.

Hohe, dichte Hecken hingegen wirken schnell wie eine Barriere. Sie schließen aus statt einzuladen und fördern eher Vorurteile als Verständnis. Offene Anlagen dagegen laden zum Spaziergang ein, ermöglichen Begegnungen und sind nicht zuletzt wichtige grüne Lernorte – gerade für Kinder und Familien ohne eigenen Garten.

Natürlich braucht Offenheit klare Regeln und gegenseitigen Respekt. Wege, Strukturen und ein verantwortungsvolles Miteinander sind Voraussetzung dafür, dass sich Pächter und Besucher gleichermaßen wohlfühlen.

Am Ende steht eine einfache Erkenntnis: Offene Kleingartenanlagen schaffen Vertrauen. Sie zeigen, was hier geleistet wird – und warum diese grünen Oasen ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Städte sind.

Ralf Tessensohn
Vorsitzender und Fachberater des Landesverbandes Braunschweig der Gartenfreunde
Quelle: Editorial Gartenfreund Nr. 9/2026


Weitere Informationen und Termine

Der Stadtverband Chemnitz der Kleingärtner e. V. hat diese nützliche Übersicht für die Gartenarbeit herausgegeben. 

In der Verbandszeitschrift des Bundesverbandes der Kleingartenvereine Deutschlands haben wir einen interessanten Artikel zur Anlage von Kleinstbiotopen entdeckt. Diese Hinweise möchten wir unseren Gartenfreunden mit an die Hand geben, denn schon mit wenige Aufwand und günstigen Materialien kann ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität im Kleingarten geleistet werden.

Auf der nachstehenden Webseite findet man Bauanleitungen, Materialienlisten und Erklärvideos für die Anlage von

Sandarium
Käferkeller
Igelhaus
Benjesturm
Sumpfhochbeet
Ohrenkneiferhotel
Vertikale Nisthilfe aus Lehm und Sand

Link zur Seite:   https://kleingaerten-biologische-vielfalt.de/kleinstbiotope/#anleitungen

Bei fachlichen Fragen können Sie sich gern an unseren Gartenfachberater wenden. 

Beitrag aus „Gartenfreund – Verbandszeitschrift für das Kleingartenwesen“, Heft Nr. 5 Mai 2020

„Frische Erdbeeren aus dem eigenen Garten gehören zum Sommer einfach dazu. Doch leider bleiben auch sie nicht von Schädlingen und Krankheiten verschont…“

Lesen Sie weiter auf der folgenden Seite: www.gartenfreunde.de